Kölner Instrumentarium: Der Kompass für Wege in Arbeit

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Zielsetzung

Das "Kölner Instrumentarium" setzt personenzentriert bei den Funktionen an, die für die berufliche Integration erforderlich sind, und nicht bei Institutionen oder Rehabilitationsträgern. Es ist keine Liste oder Beschreibung von Maßnahmen, die in jedem Fall nacheinander durchlaufen werden müssten.

Jede Funktion kann für sich allein sinnvoll sein oder mit anderen kombiniert werden.

Das "Kölner Instrumentarium" kann man benutzen, um sich über den eigenen Standort auf dem Weg zur beruflichen Integration klar zu werden und den nächsten Schritt vorzubereiten. Es kann Fachkräften helfen, die Rolle der eigenen Arbeit im Zusammenwirken mit anderen Diensten und Einrichtungen präziser zu bestimmen. Weiter bietet es Fachkräften die Möglichkeit, Klienten und Rehabilitationsträgern transparent zu machen, warum welche Maßnahme notwendig und ggf. in welcher Reihenfolge vorgeschlagen wird.

Die Redaktionsgruppe hat sich bemüht, schon in der graphischen Darstellung der Übersichtsseite deutlich zu machen, dass der erste und zentrale Punkt auf dem Weg der beruflichen Integration die Lebenszielplanung ist. Davon ausgehend lassen sich die im Einzelfall erforderlichen Funktionen bestimmen. Nach jedem weiteren Schritt ist es erforderlich auf diesen Punkt zurückzukommen, um die neuen Erkenntnisse und Erfahrungen mit den persönlichen Lebenszielen in Beziehung zu setzen.

Weitere Auskünfte

Wer das "Kölner Instrumentarium" benutzt hat, um seinen persönlichen Standort zu finden, stellt sich daraufhin vielleicht die Frage, wie er erfährt, wer in seiner Stadt oder Region die erforderlichen Funktionen anbietet.

Leider gibt es bisher noch keine einheitliche Auskunftsstelle. Das im Juli 2001 verabschiedete Neunte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB IX) schreibt vor, dass "Gemeinsame Servicestellen" in allen Städten und Kreisen eingerichtet werden, wo alle Menschen, die irgendeine Form von Rehabilitation benötigen, Auskunft erhalten sollen. Derartige Servicestellen, so bereits aufgebaut, sollten Informationen geben können.

Integrationsfachdienste

Bundesweit gibt es bereits die regionalen "Integrationsfachdienste. " (früher Berufsbegleitender Fachdienst oder Psychosozialer Dienst). Dort finden Sie kompetente Ansprechpartner, die Ihnen die passenden Adressen oder sogar einen regionalen Wegweiser nennen können. Die Adresse Ihres Integrationsfachdienstes erfahren Sie beim Integrationsamt des überörtlichen Sozialhilfeträgers (z. B. Landschaftsverband oder Landeswohlfahrtsverband) oder im Internet bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter.

Psychosoziale Arbeitsgemeinschaften

In vielen Regionen haben die „Psychosozialen Arbeitsgemeinschaften“ (PSAG) oder „Runden Tische Arbeit“ (RTA) Adressverzeichnisse herausgegeben. Wenn Sie die Anschrift von PSAG oder RTA nicht kennen, kann Ihnen das Gesundheitsamt (Psychiatriekoordination oder Sozialpsychiatrischer Dienst) Ihrer Stadt oder Ihres Kreises Auskunft geben. Oft ist dort auch direkt das Adressverzeichnis erhältlich oder im Internet verfügbar, wie in Köln unter www.psychiatrie-koeln.de.

Wir wünschen allen Ratsuchenden viel Erfolg und sind gerne für weitere Auskünfte bereit.